Die Kirche spart ?!

Ein großes Thema innerhalb der deutschen Kirche sind die Sparmaßnahmen in den Bistümern. Angefangen hat der Sparkurs mit der finanziellen Pleite des Bistums Berlins, bei der die anderen Bistümer noch zum solidarischen Handeln aufgerufen haben und auch eine Ausgleichszahlung getätigt haben.
Inzwischen sind aber alle Bistümer in finanzielle Engpässe gekommen, so dass Maßnahmen zur Konsolidierung ergriffen werden müssen. Ein großer Posten in jedem Haushalt sind die Personalkosten, die es zu reduzieren gilt. Manche Bistümer kündigen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, andere haben einen absoluten Einstellungsstop, wieder andere stellen die Ausbildung zu den verschiedenen Berufsgruppen für LaientheologInnen ein oder lassen sie auslaufen oder sie versuchen das Personal umzusetzen und umzuschichten. Immer größere Seelsorgebereiche und immer weniger Priester sorgen dafür, dass die Kirche immer mehr auf Ehrenamtlichkeit setzt. Natürlich sind die Sparmaßnahmen notwendig, in manchen Bistümern aber auch ein hausgemachtes Problem durch die Personalpolitik der vergangenen Jahre. Ganz ausgeräumt ist nicht der Verdacht, dass mit den Konsolidierungsmaßnahmen eine ganz bestimmte Personalpolitik verbunden wird. Von dem kirchlichen Grundsatz, dass jeder Gemeinde ein Priester vorstehen muss, wird auch in Zeiten von Sparmaßnahmen nicht abgerückt. Es wird eher der Seelsorgebereich und der Zuständigkeitsbereich der Priester vergrößert, anstatt sich neuen Modellen von Gemeindeleitung aufzuschließen, dabei zeigen Modelle aus den Nachbarländern, dass und vor allem wie es auch anders gehen kann. Ob und inwieweit sich der Papstbesuch in Bayern auf die finanzielle Situation gerade in den bayerischen Diözesen auswirkt, darüber schweigen die Bistümer, wohlwissend dass der Besuch zwischen 20 und 30 Mio Euro kostet.

Hier finden Sie einige ausgewählte Beiträge (hauptsächlich im Bereich des Personals) zu den Konsolidierungsmaßnahmen in den deutschen Bistümern. Auf Grund der Beschäftigung mit Berufsfeldern für Theologinnen und Theologen haben wir uns hier auf dieser Seite auf den möglichen Stellenabbau im Bereich des (pastoralen) Personals beschränkt. Die Angaben selbst sind uns weitestgehend von den Presseabteilungen der Bistümer auf Nachfrage zugesandt worden. Die Sparmaßnahmen selbst gehen aber immer über das Personal hinaus, sie betreffen die Struktur von Pfarrgemeinden genauso, wie Kindergärten oder Schulen oder andere kirchliche Einrichtungen. Weitere Informationen zu den jeweiligen Sparmaßnahmen können Sie auf den Websites der Bistümer selbst finden. Die Links zu den Bistümern finden Sie am Ende des jeweiligen Abschnitts. Bei manchen Bistümern finden Sie den Hinweis, dass uns keine Sparmaßnahmen oder Konsolidierungen bekannt sind, das heißt aber nicht, dass es keine gibt.

Von daher möchten wir Sie auch um Mithilfe bitten, dass diese Informationen auch weitergegeben werden können. Wenn Sie also andere, weitere und mehr Informationen haben, mailen sie uns unter sparen@agt-foerderverein.de. Insbesondere sind wir an Presseberichten interessiert, die über die offiziellen Meldungen der Bistümer hinausgehen. Die Daten sind auf dem Stand von Ende 2006. Eine erneute Mailumfrage mit den Veränderungen ist gerade gestartet worden und wird in Kürze eingearbeitet werden, wobei sich dies auf Grund der aktuellen Diskussion um (sexuelle) Gewalt in kirchlichen Einrichtungen etwas verzögern wird..

Das Bistum Aachen steht in umfassenden pastoralen und finanziellen Veränderungsprozessen. Derzeit lässt sich aber nicht absehen, in welchem Umfang tatsächlich Stellen abgebaut werden. Mit den Sparmaßnahmen aus den vergangenen Jahren sollen mindestens rund 350 Stellen abgebaut werden. Inzwischen wurden bereits 217 Vollzeitstellen abgebaut. Es gilt nach wie vor ein Einstellungsstopp für alle Berufe und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in der Ausbildung befinden, werden nicht übernommen. In diesem Jahr sollen weitere 80 Stellen abgebaut werden. 2008 soll endlich ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden.
Weiterhin soll eine Kooperation für die letzte Ausbildungsphase der Priesterkandidaten mit den Bistümern Hamburg, Hildesheim, Limburg und Osnabrück bei der Priesterausbildung die Kosten senken.
Wie das Bistum Anfang November bekannt gab, wurden inzwischen rund 500 MitarbeiterInnen entlassen. Weitere Sparmaßnahmen seien aber erforderlich.
Weitere Informationen unter:
http://www.kirche-im-bistum-aachen.de/kiba/opencms/traeger/4/bistum-ac/geld/index.h tml
Bistumshomepage:
http://www.bistum-aachen.de

Auch im Bistum Augsburg wird gespart, was aber alleine nicht mehr ausreicht. Die bisherigen Sparmaßnahmen sollen unterstützt werden von einer neuen Stellenbewertung. In reduziertem Umfang werden auch weiterhin PR eingestellt. Informationen über den Bistumshaushalt finden sie hier:
http://www.bistum-augsburg.de/ba/opencms/sites/bistum/finanzen/bistumshaushalt/200 5/index.html
Bistumshomepage:
http://www.bistum-augsburg.de

Das Erzbistum Bamberg will innerhalb von drei Jahren 160 Stellen abbauen. Es besteht ein absoluter Einstellungsstopp und sämtliche Ausbildungsverträge werden nach Abschluss der Ausbildung nicht verlängert. Die Sparmaßnahmen sollen durch eine Umbesetzung und Umstrukturierung der Stellen erreicht werden, ohne dass es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen soll. Allerdings werden auch sämtliche Zeitverträge nicht verlängert. Erstmals seit 2002 konnte in diesem Jahr (2006) ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden. Auch in den nächsten Jahren werden die Sparmaßnahmen weitergehen. Dennoch werden ab 2008 wieder in geringem Maße Pastoralassistenten und Pastoralreferenten eingestellt.
Weitere Informationen unter:
http://www.eo-bamberg.de/eob/opencms/sites/bistum/erzbistum/konsolidierungsprozess /index.html
Bistumshomepage:
http://www.erzbistum-bamberg.de
Eine andere Art und Weise sich mit den Sparmaßnahmen auseinanderzusetzen, bietet nun eine Dokumentation von Vorträgen an der Kath. Fakultät in Bamberg. Weitere Informationen dazu unter:
http://www.uni-bamberg.de/ktheo/csl/forschung/umsonst.htm.
Eine andere Form der Sparmaßnahmen hat der bayerische Staat mit dem Vatikan ausgehandelt. Die kath.-theol. Fakultät in Bamberg soll stillgelegt werden. Weitere Informationen dazu auf der Website der Fachschaft Bamberg.

Das Erzbistum Berlin spart schon länger, es ist sozusagen, das erste Bistum, welches mit seinem maroden Finanzhaushalt an die Öffentlichkeit trat. Insgesamt 148 Mio. Verbindlichkeiten und ein strukturelles Haushaltsdefizit haben Anfang 2003 zur Erstellung eines umfangreichen Sanierungsplanes geführt, der unter anderem einen Stellenabbau von insgesamt etwa 440 Stellen vorsieht. Bis zum Jahre 2009 sollen noch einmal weitere 126 Stellen gestrichen werden.
Weitere Informationen unter:
http://www.erzbistumberlin.de/3510.htm
Bistumshomepage:
http://www.erzbistum-berlin.de

Unter dem Stichwort Gemeinden im Aufbruch startete das Bistum Dresden-Meissen einen Prozess der Konsolidierung. Hier geht es vor allem um eine stärkere Schwerpunktsetzung der Seelsorge. Ob damit auch Kürzungen im Personalbereich verbunden sind, lässt sich aus den Informationen nicht entnehmen.
Weitere Informationen unter:
http://www.bistum-dresden-meissen.de/83/index.php
Bistumshomepage:
http://www.bistum-dresden-meissen.de

Das Bistum Eichstätt befindet sich mitten im Konsolidierungsprozess. Für die Reduzierung im Sinn der vor einem Jahr festgelegten Vorgabe „120 + X Stellen weniger“ werde in Absprache mit der Mitarbeitervertretung ein Sozialplan erstellt. Ziel der eingeleiteten Maßnahmen sei es, mittel- und langfristig die wirtschaftliche und damit vor allem die pastorale Handlungsfähigkeit der Diözese zu sichern. Dazu müssten alle Aufgabenfelder und Einrichtungen einer kritischen Betrachtung unterzogen werden – von der Seelsorge bis zur Verwaltung. Die katholische Universität wird durch die Mithilfe der anderen bayerischen Diözesen weiterhin gehalten.
Weitere Informationen unter:
http://www.bistum-eichstaett.de/haushalt/
Bistumshomepage:
http://www.bistum-eichstaett.de

Für das Bistum Erfurt liegen uns derzeit keine Daten und Fakten vor.
Bistumshomepage:
http://www.bistum-erfurt.de

Das Bistum Essen stellt unter dem Namen Zukunftskonzept ein Konzept vor, in dem es eine rigorose Zusammenlegung von Pfarreien geben soll und in allen Bereichen gespart wird. Insgesamt werden durch den Umbau der Verwaltungsebenen und die Neustrukturierung rund 1000 Stellen abgebaut. Aus den bisher 260 Gemeinden sollen etwa 40 Großgemeinden entstehen. Es sollen 8 Pastoralreferenten an den Staat als Religionslehrer vermittelt werden, somit reduziert sich die Zahl der Pastoralreferenten und das Bistum spart dadurch Personalkosten.
Durch die rigorosen Sparmaßnahmen bedingt wurde die Gastgeberschaft des Katholikentages 2008 an Osnabrück abgegeben.
Weitere Informationen unter dem Link Zukunftskonzept auf der
Bistumshomepage:
http://www.bistum-essen.de

Das Bistum Freiburg wird unter dem Motto “Aufbruch im Umbruch” im Laufe des Jahres einen Konsolidierungsprozess einleiten. Derzeit wird an Leitlinien gearbeitet, die dem ganzen dann zugrunde gelegt werden. Die Entwicklung im Personalbereich ist derzeit noch nicht absehbar. In den kommenden 6 Jahren soll der Haushalt weiter zurückgefahren werden, so dass er dann ausgeglichen sein wird.
Weitere Informationen unter:
http://www.bistum-freiburg.de/369.0.html
Bistumshomepage:
http://www.bistum-freiburg.de

Das Bistum Fulda startete zu Jahresbeginn den Pastoralen Prozess. Es sollen größere Pfarrverbünde eingerichtet werden. Sicherlich wird es dadurch auch im Personalbreich zu Kürzungen kommen, detailierte Angaben liegen uns zur Zeit jedoch noch nicht vor.
Weitere Informationen unter:
http://www.bistum-fulda.de/bistum/kirche_aktiv/Pastoraler_Prozess/Pastoraler_Prozess_ Informationen.shtml und
http://www.bistum-fulda.de/bistum/bistum/Kirchliche_Finanzen/Finanzen_Entwicklung.sh tml?navid=153
Bistumshomepage:
http://www.bistum-fulda.de

Im Bistum Görlitz wurden frei werdende Stellen nicht wieder besetzt. Umstrukturierungen in allen Bereichen werden sicherlich folgen. Ein Großteil der Einnahmen bekommt das Bistum Görlitz aus Finanzhilfen von anderen Bistümern.
Bistumshomepage:
http://www.bistum-goerlitz.de

Das Erzbistum Hamburg stellt sich ebenfalls mit einer Vergrößerung von Pfarrgemeinden auf die neue Situation ein. Unter dem Motto „Das Salz im Norden“ wurde das Pastoralgespräch gestartet und durchgeführt. Der Personalbestand wird gedeckelt werden. Insgesamt müssen 88 Stellen aufgelöst werden.
Weitere Informationen unter:
http://www.erzbistum-hamburg.de/konsolidierung/sparneu.htm
Bistumshomepage:
http://www.erzbistum-hamburg.de

Im Bistum Hildesheim versucht man durch einen Sparkurs bis zum Jahre 2008 wieder einen ausgeglichenen Haushalt zu haben. Das Personal verzichtet auf rund 5% des Gehaltes. Weitere Planungen sind im Zukunftspapier “Eckpunkte 2020” zu finden. Aber auch hier wird das Personal gedeckelt, Kündigungen können nicht ausgeschlossen werden.
Bistumshomepage:
http://www.bistum-hildesheim.de

Unter der Bezeichnung “Zukunft heute” startete das Erzbistum Köln im Oktober letzten Jahres seinen Konsolidierungsprozess. Insgesamt sollen 360 Stellen langfristig abgebaut werden.
Weitere Informationen unter:
http://www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/zukunftheute/dokumente
Bistumshomepage:
http://www.erzbistum-koeln.de

Im Bistum Limburg wird der Sparkurs mit der Zusammenlegung von Gemeinden fortgesetzt. Unter dem Stichwort Sparen und Erneuern werden die Sparmaßnahmen fortgesetzt. Bis zum Jahre 2008 soll ein ausgeglichener Haushalt verabschiedet sein. Zum 30.06.06 wird in Wiesbaden-Naurod das Wilhelm-Kempf-Haus geschlossen.
Weitere Informationen unter:
http://www.bistum-limburg.de/index.php?page=000-009-001-000&eid=14313&path=spez ialthema
Bistumshomepage:
http://www.bistum-limburg.de

Das Bistum Madgeburg will in diesem Jahr rund 3 Mio Euro einsparen. Es gilt daher ein genereller Einstellungsstopp. 186 Pfarreien sollen zu 45 Gemeindeverbünden mit jeweils rund 2000 Katholiken verschmolzen werden.
Weitere Informationen unter:
http://www.bistum-magdeburg.de/Detailed/1296.html
Bistumshomepage:
http://www.bistum-magdeburg.de

Im Bistum Mainz wurde im November 2004 der Konsolidierungsprozess eingeleitet. Aus den 345 Pfarreien des Bistums sollen 81 Pfarrgruppen und 39 Pfarreienverbünde entstehen. Das neue Programm steht unter dem Titel “Lebendige Gemeinden in erneuerten pastoratoralen Einheiten”. Der Sparkurs wird weiter fortgesetzt, betriebsbedingte Kündigungen werden weiterhin ausgeschlossen.
Weitere Informationen unter:
http://www.bistummainz.de/bm/opencms/sites/bistum/dienste/info/aktuell/bistumsprozes s/index.html
Bistumhomepage:
http://www.bistum-mainz.de

Das Erzbistum München und Freising reduziert seine Ausgaben in den nächsten Jahren. Im Bereich des Personals wird es eine Deckelung geben. Ebenfalls soll vor einer Wiederbesetzung einer Stelle evtl. Sparmöglichkeiten bedacht werden.
Weitere Informationen unter:
http://www.erzbistum-muenchen-und-freising.de/emf126/emf012542.asp
Bistumshomepage:
http://www.erzbistum-muenchen-und-freising.de

Das Bistum Münster reduziert seine Ausgaben mit dem Ziel in nicht allzu ferner Zukunft einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können. Schon jetzt kommt es zu Einsparungen in allen Bereichen.Zur Zeit werden Überlegungen für den Umgang mit den sich ändernden Rahmenbedingungen angestellt. Bis zum Jahr 2009 sollen rund 70 Stellen abgebaut werden, inbesondere im Generalvikariat. Bis 2010 soll wieder ein ausgeglichener Haushalt aufgestellt werden können.
Weitere Informationen unter:
http://www.bistummuenster.de/index.php?menuid=370&myELEMENT=79641
Der Haushaltsplan des Bistums für 2005 unter:
http://www.bistummuenster.de/downloads/Verwaltung/Bistumshaushalt_2005_Vorbericht .pdf
Bistumshomepage:
http://www.bistum-muenster.de

Trotz der in den vergangenen Jahren eingeleiteten und auch umgesetzten ersten Schritte zur Konsolidierung des Bistumshaushaltes im Bistum Osnabrück weist die mittelfristige Finanzplanung für die kommenden Jahre aus, dass die Haushalte des Bistums nur durch Rücklagenentnahmen ausgeglichen werden können. Weitere Sparmaßnahmen werden derzeit untersucht und die Umsetzung wird nach verantwortlicher Prüfung und Entscheidung durch die Bistumsleitung vorzunehmen sein.
Weitere Informationen unter:
http://www.bistum-osnabrueck.de/s317.html
Bistumshomepage:
http://www.bistum-osnabrueck.de

Die größten Einsparungen soll es im Erzbistum Paderborn bei den Personalkosten geben, die mit 65 Prozent den größten Anteil am Bistumshaushalt haben. Betriebsbedingte Entlassungen wolle man möglichst vermeiden, könne man aber nicht ausschließen. Befristete Stellen werden nicht weiter geführt. Keine Stellenkürzungen wird es beim pastoralen Personal, den Priestern, Diakonen und Gemeindereferentinnen, geben.
Weitere Informationen unter:
http://www.i-basis.de/dp/ansicht/kunden/generalvikariat/erzbistum/index.phtml?ber_id= 38&inh_id=328
Bistumshomepage:
http://www.erzbistum-paderborn.de

Das Bistum Passau hat den Sparprozess schon einmal hinter sich gebracht, in den vergangenen Jahren wurden 15 Mio eingespart. Dennoch wird es auch dort nur durch weiteres Sparen möglich sein, den Haushalt ausgeglichen zu halten. Inzwischen wurde bekannt, dass die kath. theol. Fakultät ruhen soll und das für die nächsten 10 Jahre der Bewerberkreis für Pastoralreferenten geschlossen ist. Weitere Maßnahmen sind in Planung, werden aber vom Bistum noch nicht veröffentlicht.
Nach neuesten Informationen wird die Fakultät stillgelegt und nicht nur ruhen.
Bistumshomepage:
http://www.bistum-passau.de

Aus dem Bistum Regensburg sind uns keine Maßnahmen bekannt, allerdings scheint es dort aber auch in manchen Bereichen einen Einstellungsstopp zu geben. Bei den PA/PR wird weiterhin eingestellt, nach einem Kriterienkatalog und außer in begründeten Ausnahmefällen nur Bewerber aus der eigenen Diözese.
Bistumshomepage:
http://www.bistum-regensburg.de

Im Bistum Rottenburg-Stuttgart sollen im Zeitraum von 2001 - 2010 rund 35,5 Mio Euro eingespart werden. Die Zahl der Anstellungen von Personal soll von den Sparmaßnahmen nicht betroffen werden.
Bistumshomepage:
http://www.drs.de

Auch aus dem Bistum Speyer sind uns keine Sparmaßnahmen bekannt.
Bistumshomepage:
http://www.bistum-speyer.de

Das Bistum Trier will seine 922 Gemeinden in rund 170 pastorale Einheiten aufteilen. Eingebettet sind die Sparmaßnahmen unter dem Begriff “Projekt 2020”. Dies ging Anfang November auf den Weg.
Bistumshomepage:
http://www.bistum-trier.de

Im Bistum Würzburg werden Sparmaßnahmen durchgeführt, insbesondere wird kaum oder kein neues Personal angestellt. In den nächsten vier Jahren sollen 8 PR/PA und 16 GR/GA eingestellt werden. Weitere Informationen liegen uns zur Zeit nicht vor.
Bistumshomepage:
http://www.bistum-wuerzburg.de

Um weitere Informationen wird sich der AGT-Förderverein bei den Bistümern bemühen.
Leider sind die Bistümer nicht unbedingt sehr auskunftsfreudig, wenn es um die Finanzen und ihre Personalpolitik geht, von daher sind wir auch auf Ihre Hinweise angewiesen. Wenn Sie Hinweise haben, freuen wir uns über eine Nachricht unter
sparen[at]agt-foerderverein.de

Zusammenstellung von Georg Pelzer, Vorsitzender des AGT-Fördervereins.
Stand der Daten: 10.11.2006

Mit der Finanzmisere der Bistümer beschäftigt sich auch ein Publik-Forum Dossier “Kirche vor dem Kahlschlag” veröffentlicht in der Publik-Forum Ausgabe 9/2006 vom 12.05.06, sowie das Buch “Und vergib uns unsere Schulden, Die Finanzpolitik der katholischen Kirche und ihre Geheimnisse”. Letzteres ist zu bestellen über den Bücherdienst von Publik-Forum.

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In einer weiteren Umfrage vom 31.08.05 wurden die Bistümer gebeten, aktuelle Einstellungszahlen für PastoralassistentInnen, -referentInnen, GemeindeassistentInnen, -referentInnen und ReligionslehrerInnen bekannt zu geben, sowie eine Einschätzung der Tendenz, ob und inwieweit auch in den kommenden Jahren die Ausgaben noch weiter zurückgefahren werden müssen.

Leider haben nicht alle Bistümer geantwortet, so dass die folgende Aufstellung unvollständig bleiben muss:

Einstellungszahlen im Jahr 2005:

(Erz-)Bistum
 

PA/PR

GA/GR

RL

Tendenz *

Aachen
(genereller Einstellungsstopp bis auf weiteres)

0 / 0

0 / 0

0

Einstellungs-
stopp

Augsburg

5 / 2

8 / 5

10

gleichbleibend

Bamberg **
(genereller Einstellungsstopp bis auf weiteres / die RL-Ausbildung wird fortgeführt)

0 / 0

0 / 0

5

Einstellungs-
stopp

Berlin
(Ausnahmen zum generellen Einstellungsstopp der weiterhin unbefristet gilt)

1 (befr.) / 1 (befr.)

1 (befr.) / 1 (unbefr.)

0

Einstellungs-
stopp

Fulda

- / -

8 / k.A.

0

k. A.

Hamburg
(Einstellungsstopp für PA/PR)

0 / 0

3 / 2

0

PA sollen wieder eingestellt werden / RL nur bei Refinanzierung durch die Landes-
regierung

Hildesheim

0 / 0

0 / 0

0

Einstellungs-
stopp

Köln

k.A. / 3

k.A. / 4

0

gleichbleibend

Magdeburg

- / -

1 / 1

0

k. A.

Mainz

2 / 2

5 / 3

0

gleichbleibend

Münster

2 / 2

4 / 4

0

gleichbleibend

Passau
(Einstellungsstopp für 10 Jahre)

1 / 0

3 / k.A.

0

Einstellungs-
stopp / evtl. kurzfristige Ausnahmen bei GA / GR

Regensburg

Einstellungen werden weiterhin vorgenommen

 

 

 

Speyer

5 / 4

6 / 1

0

Verringerung der Einstellungen

Trier

6 / k.A.

8 / 5

0

gleichbleibend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


* Auch wenn die Tendenz als “gleichbleibend” eingeschätzt wird, ist dies keine Garantie, dass die Einstellungen nicht doch zurückgefahren werden. In allen Stellungnahmen wurden die Tendenzen in Abhängigkeit von der Finanzsituation und dadurch bedingten Umstrukturierungen dargestellt.

** Die Bamberger kath.-theol. Fakultät wird stillgelegt, von daher wird in Bamberg kein Studium der Diplomtheologie mehr möglich sein. Wo die möglichen BewerberInnen für den Fall einer Aufhebung des Einstellungsstops studieren werden, ist noch nicht bekannt. Ebenfalls wird die Passauer Fakultät stillgelegt. Auch hier gibt es noch keine weiteren detaillierten Informationen über die Fortführung der Priester- und PastoralreferentInnenausbildung.

Die Zahl der eingestellten Religionslehrkräfte ist in vielen Bistümern gleich null, weil die meisten Bistümer (außer den bayerischen) keine Religionslehrkräfte i. K. einstellen, der Religionsunterricht wird dort hauptsächlich durch die staatlichen Lehrkräfte abgedeckt, die mindestens noch ein weiteres Fach unterrichten.

Zusammengestellt von Georg Pelzer, Stand:10.11.2006